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Wer Frieden will , muß unten ansetzen. An den materiellen Lebensbedin-gungen der Menschen. Vor allem aber dort, wo sich deren Bewußtsein und Verhalten bilden . Und das heißt insbesondere bei den Kindern. Ein dau-erhafter Frieden kann nur von unten wachsen: von den Kindern aus, mit ihnen. Im Sommer 1999 haben sich fast 1.400 Kinder an vier Orten ein wenig da von erholen können , daß sie vom Krieg an Leib und Seele unmittelbar bedroht und folgenreich traumatisiert worden sind.

Die Kinderfreizeiten waren dieses Mal unmittelbar mit dem Verlauf des Nato-Krieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien verbunden, der mit deutscher Beteiligung seit dem 24. März 1999 bombig gewütet hat. Das Komitee für Grundrechte und Demokratie hat nach Kräften – und diese waren leider viel zu schwach – gegen diesen Krieg gekämpft. Der friedenspolitische Zusammenhang der Kinderfreizeiten mit dem kriegerischen Geschehen, genauer: radikal gegen dasselbe kommt in diesem Bericht deshalb stärker zum Ausdruck als in den Berichten über die Kinderfreizeiten der Vorjahre. Sie alle hatten freilich immer einen strikt friedenspolitischen Sinn. Darum waren und sind sie konkret kriegsleidenden, kriegsbeleidigten Kindern gewidmet. Weiterlesen