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Handlungsspielräume für Aktivist*innen, die sich in Israel und Palästina für Dialog und Begegnung stark machen, werden zunehmend kleiner. Auf beiden Seiten werden diese Menschen, immer öfter auch von staatlicher Seite, als „Verräter“ bezeichnet und öffentlich diffamiert. Auch in Israel sind im Zuge des stetigen Rechtsrucks Anfeindungen gegen Menschen, die sich dem gesellschaftlichen Mainstream widersetzen, mittlerweile an der Tagesordnung. Immer mehr Teilnehmende haben Angst vor Repressionen, sodass nur noch wenige (auch in diesem Jahresbericht) ihr Gesicht auf Fotos zeigen möchten.

Mit „Zwischen Protest und Verzweiflung“ ist die Spannbreite dessen beschrieben, was viele Menschen in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien in Bezug auf die dortige Lage empfinden. Die Wut und Enttäuschung der dort lebenden Menschen zeigt sich in den bis heute andauernden Demonstrationen gegen Machtmissbrauch und Korruption und für ein Ende politischer Willkür. Viele unserer Mitarbeiter*innen macht ihr Engagement bei  YU-Peace und die Möglichkeit, damit nationalistischer Propaganda entgegenzuwirken und praktisch zur positiven Veränderung in ihren Ländern beizutragen Mut: Es bestärkt sie darin, trotz der schwierigen Lage nicht aufzugeben. Dies zeigt, wie wichtig unsere Arbeit im ehemaligen Jugoslawien immer noch und gerade jetzt ist – auch, wenn das Ende der Kriege schon lange zurück liegt.

Ferien vom Krieg geht weiter – schrumpfenden Handlungsspielräumen zum Trotz nehmen sich unsere Partner*innen die Räume, die sie brauchen, um sich zu begegnen, zu diskutieren, zu streiten, miteinander zu lachen und sich zu umarmen.